Weight change with atypical antipsychotics in the treatment of schizophrenia

Ziel
Es handelt sich um eine Metaanalyse bzw. Reviewarbeit über die Gewichtszunahme unter der Behandlung mit atypischen Antipsychotika. Hierzu wurden verschiedene Publikationen, Daten aus teilweise unveröffentlichten Studien, Anwendungsbeobachtungen etc. zusammengefasst. Ziel war es einen aktuellen, umfassenden Überblick über die Veränderungen des Körpergewichtes unter einer Behandlung mit atypischen Antipsychotika zu erstellen. Es ist zwar allgemein bekannt, dass es unter der antipsychotischen Behandlung zu Gewichtsänderungen kommen kann, doch es existiert kein endgültiges Ergebnis. Dies trifft gerade in Hinsicht auf die unterschiedlichen Präparate und den zeitlichen Verlauf einer Gewichtsänderung zu.

Institution
Peter Haddad, University of Manchester

Team
Peter Haddad, University of Manchester

Beschreibung

Ergebnis/Verlauf
Die Analyse der vorhandenen Daten ergab, dass es bei der Behandlung mit allen atypischen und einigen typischen Antipsychotika zu Gewichtsveränderungen kommen kann. Dabei handelt es sich nicht nur um ein kosmetisches Problem, sondern im Zuge dieser Entwicklung kann es zu einem erhöhten Risiko kommen an internistischen Krankheiten zu erkranken. Dies kann im Extremfall zu einem erhöhten Mortalitätsrisiko führen.Aufgrund der vorhandenen Unterschiede zwischen den verschiedenen Präparaten kann der behandelnde Arzt bei „Risikopatienten“ auf ein Präparat zurück greifen, das zu weniger ausgeprägten Gewichtszunahmen führt. Besonders geeignet sind hier die beiden Präparate Zeldox® und Aripiprazol®.

 

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Wie zu sehen ist, kommt es unter der Behandlung mit Zeldox® nur zu geringen Gewichtsveränderungen. Dies steht im Gegensatz zu den meisten der anderen gezeigten Medikamente. Es gibt Hinweise darauf, dass die Gewichtszunahme bei Patienten, die zum ersten mal behandelt werden besonders ausgeprägt ist. Ebenso hat sich gezeigt, dass Patienten mit ursprünglich geringem oder hohem (≥ 40) BMI, mit einer starken Zunahme des Appetits oder einem raschen Gewichtsanstieg nach Behandlungsbeginn, besonders viel Gewicht zunehmen. Patienten, die eines oder mehrere diese Charakteristika aufweisen, sollten daher besonders beobachtet werden. Hier kann eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten oder ein Wechsel der Medikation sinnvoll sein.Je nach Präparat kann es nach Ablauf mehrerer Monate zu einer Beendigung der Gewichtszunahme kommen, oder (wie im Falle von Clozapin) auch im weiteren Verlauf der Behandlung zu einer weiteren Zunahme kommen.Ein direkter Zusammenhang zwischen der Gewichtszunahme und der Dosierung (im üblichen, zugelassenen Bereich) kann nicht hergestellt werden. Daher kann eine Dosisreduktion nicht immer zu einem Abklingen der Nebenwirkung kommen.Der Patient sollte auf jeden Fall über das Risiko einer Gewichtszunahme und deren Folgen zu Beginn der Behandlung aufgeklärt werden. Innerhalb der ersten 6 Wochen kann eine genaue Beobachtung der Gewichtsänderung sinnvoll sein, um frühst möglich die entsprechenden Schritte (Ernährungsumstellung, Umstellung der Lebensgewohnheiten oder der Medikation etc.) einleiten zu können.

Publikationen

Update

Kontakt

Förderung

Die Studie wurde nicht direkt unterstützt. Der Autor erhielt jedoch für verschiedene Tätigkeiten Gelder von folgenden Firmen:Astra-Zeneca, Bristol Myers Squib, Eli Lilly, Glaxo-Smith Kline, Jansen und Smith-Kline Beecham.